| Schwarzwald 05 |
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Olli und ich wollten eigentlich mal wieder eine Woche in die Berge, zum Skitouren gehen. Der Wetterbericht war aber alles andere als gut. Orkanböen und Neuschneemengen bis 1,5 Meter.
Die Lawinengefahr war also viel zu groß um in die Alpen zu fahren. Wir entschieden uns, nachdem wir den Wetterbericht noch einen Tag abgewartet hatten, in den Schwarzwald zu fahren. Den kennen wir beide so gut, dass wir uns da wohl auch im Schneesturm noch zurechtfinden können und es gibt wenige Stellen die lawinengefährdet sind. Wir fuhren morgens früh los und bauten unser Zelt im Wald, nahe einem kleinen Bahnhof, auf damit wir für die nächsten Tage flexibel waren. Noch an diesem Tag starteten wir zu einer Eingehtour zum Seebuck, um uns einen Überblick über den Schnee und das Wetter zu machen. Es war perfekt. Bis in die Täler ½ bis 1 Meter Schnee und es schneite weiter. Morgens krochen wir immer noch bei Schneefall aus unserem eingeschneiten Zelt und machten uns nun auf den Weg zum Zweiseenblick, Herzogenhorn und Silberberg. Die Abfahrt vom Silberberg war die Krönung des Tages, 500 Höhenmeter eine Waldschneise hinunter im besten Pulver. Dann ging es zurück mit dem Bus zu unserem Bahnhof, wo wir uns dann als Belohnung für den Tag und das gestern entgangene Essen eine Pizza gönnten. Als wir am vierten Morgen aus unserem Zelt schauten, war der Himmel fast wolkenlos und wir brachen zu einem Tag der Superlative auf. In einer tief verschneiten Bilderbuchlandschaft bestiegen wir im Sonnenschein und mit klarem Blick auf die Alpen Feldberg, Herzogenhorn, Spießhorn und noch ein letztes Mal den Zweiseenblick. Das Highlight des Tages war eine zum Teil über 40° steile, lichte Waldabfahrt (450 Höhenmeter) und noch mal eine Waldschneise mit 400 Hm Abfahrt. Abends bauten wir dann unser, inzwischen ganz schön nasses, Zelt ab und fuhren nach einem 1A Skiwochenende müde aber glücklich nach Hause. |

