| Oodnadatta Track 19.04.-09.05.06 |
|
Schon am ersten Tag merkten wir, was es heisst, vier Wochen lang nicht mehr Rad gefahren zu sein. Unser Sitzfleisch war verschwunden und die Muskeln taten weh.
Doch noch bevor wir den Track erreichten,
erlebten wir die erste Ueberraschung: Da stand doch tatsaechlich ein
Kamel am Strassenrand! Waehrend Annika sich noch mal im Vorbeirollen
nach dem riesigen Tier umsah, kamen aus dem Gebuesch vor ihr, zwei
weitere Kamele, denen Annika nur noch knapp und dank Daniels Warnung,
ausweichen konnte. Zum Glueck blieben Kamel und Annika unverletzt... Williams Creek, mit 17 Einwohnern der kleinste Ort Sued Australiens erreichten wir mit 10 km Umweg, da wir unser Trinkwasser, das wir dort mit Aaron auf dem Weg von Coober Pedy deponiert hatten, nicht gleich fanden und ein Stuck zurueck fahren mussten. Wir verliessen den kleinen Ort bepackt mit 40l Wasser, was das fahren auf der schlechten Piste und vor allem auf den sandigen Passagen sehr anstrengend machte. ALs dann auch noch Gegendwind dazu kam, freuten wir uns sehr, als ein entgegen kommendes Auto mit zwei netten Jungs anhielt, die uns kalte Cola und Schokolade anboten. Sie erzaehlten uns auch, dass man in der naechsten Stadt schon ueber uns Sprach. Am naechsten Tag erreichten uns die Auslaeufer eines Zyklons aus Darwin, der uns extremen Gegenwind und abends Regen brachte. Unsere Sorge, dass die Strasse am naechsten Tag unpassierbar sein koennte, bestaetigte sich zum Glueck nicht und wir erreichten Oodnadatta nur einen Tag spaeter als geplant. Von dort aus fuhren wir auch die naechsten zwei Tage gegen den Wind an.
An einem Abend stellten wir fest, dass Annikas Gepaecktraegerhalter
gebrochen war, den wir mit Kabelbindern wieder reparierten. In den
letzten Tagen auf dem Oodnadatta Track sahen wir auch mal wieder ein
paar Kaenguruhs. |

