| Great Ocean Route- Adelaide 20.2 - 06.3 |
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Zum Sattelkauf gingen wir in den grössten Radladen von Warnambool. Als
wir dem Besitzer von unserer geplanten Tour erzählten, sagte der uns
erstmal, dass das mit unseren Rädern gar nicht möglich sei, weil wir
dafür sehr spezielle Ausrüstung bräuchten.
Doch als er sich unsere Räder genauer ansah, stellte er fest, dass wir eigentlich bestens ausgerüstet sind und erzählte uns statdessen Horrorgeschichten über Wüstenexperten, die an solchen Touren gescheitert seien. Solche Geschichten bekamen wir wir von da an öfter erzählt, was recht unterhaltsam war. Mitlerweile näherten wir uns auch schon unserer ersten Grenze, nämlich der zwischen Victoria und Süd Australien. Da sich Süd Australien vor Fruchtfliegen schützen will, darf man weder Obst noch Gemüse mit über die Grenze nehmen, weshalb wir kurz vor der Grenze von zwei Autofahrerinnen eine grosse Tüte Obst geschenkt bekamen. Am selben Tag trafen wir auf dem Campingplatz ein deutsches Pärchen, die uns eine kleine Öllampe geschenkt haben.
achdem wir die Grenze überquert hatten, wurden die Trucks grösser und
staubten uns zum ersten Mal richtig ein. In Mount Gambier (der zweit
grössten Stadt Süd Australiens) machten wir unseren ersten Ruhetag auf
einem Campingplatz mit Pool. Dort trafen wir ein Schweitzer Pärchen,
die uns ansprachen, weil sie das Schild mit der Homepage gesehen
hatten, und sie ihre Reise auf www.welterleben.ch ins Netz stellen! In
Mt. Gambier kauften wir uns endlich ein Buch über die giftigen Tiere
Australiens, mit dessen Hilfe wir einige Tage später auch unsere erste
Schlange die wir sahen, identifizierten. Wie sich herausstellte, war es
eine Brown Snake, die zweit giftigste Landschlange der Welt!
Nach dem Ruhetag waren wir so motiviert, dass wir am nächsten Tag
unsere bisherigen Tagesrekord von 90km aufstellten. Als wir abends
völlig fertig in der 400 Seelengmeinde Beach Port ankamen, wurden wir
für diese Höchstleistung reichlich belohnt, da dort gerade Stadtfest
war. Zu diesem Event versammelt sich alle zwei Jahre die ganze Stadt in
einem Zelt, um den Klängen einer Latino-Band zu lauschen, eine Capuera
Vorstellung zu bewundern und natürlich zu tanzen.
ber, wie das so ist, wurde uns das bald zu langweilig, weshalb wir
einen Abstecher auf eine Schotterpiste machten, um uns etwas aufs
Outback einzustimmen und unsere Ausrüstung zu testen. Nach diesen 15km
Wellblechpiste, Staub, und, dank 35°C, viel Schweiss, überlegten wir
nun schon zum zweiten Mal, ob wir unsere Räder nicht besser gegen einen
Gebrauchtwagen mit Allradantrieb eintauschen sollten... Nachdem wir uns das Museum angeguckt hatten, wurden wir noch von drei Aboriginal Frauen zum Tee eingeladen, bei dem sie uns nicht nur zeigten, wie man einen traditionellen Federschmuck herstellt, sondern sie erzählten auch über die damalige und heutige Situation ihres Volkes und ein paar Traumzeitgeschichten ihres Stammes. Nach diesem schönen Nachmittag trafen wir im nächsten Ort Michaela und Pascal, die Daniel aus Wiesbaden kennt und die auch grade mit dem Rad unterwegs sind. Zu viert fuhren wir am nächsten Tag gegen den schlimmsten Gegenwind an, den wir hier bisher erlebt hatten. Obwohl man die Sonne wegen dem Wind kaum spürte, war es doch 36°C heiss, so das wir mittags nach knapp 50km alle völlig feritg waren und nicht mehr weiter wollten.
Am
nächsten Mittag trennten sich dann unsere Wege wieder und nun wurde es
auch schon wieder bergig. Ausserdem wurde es auch noch heisser. An
diesem Tag machten wir um 12 Uhr Pause, weil das Thermometer schon 40°C
anzeigte und auch als wir um 17 Uhr weiter fuhren, waren wir nach einer
viertel Stunde schon wieder nass geschwitzt. Da es auch nicht mehr so
viele Campingplätze wie an der Küste gab, hielten wir an einer Farm und
fragten nach einem Schlafplatz. Wie sich heraustellte, war es eine
deutsch Familie, die uns freundlich auf ihrem Bio-Hof aufnahmen und
abends noch zum Essen einluden.
Von da aus ging es 18km bergab, bis nach Adelaide, wo wir bei Herta und
Bernhard unter kamen, die bis dahin zwar noch nicht wussten, dass wir
ihre Adresse hatten, uns aber trotzdem herzlich aufnahen und
versorgten. |

